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Das Freitagabendkonzert

 

 

Eine ungewöhnliche Stimmung. Sommerhitze, die Bühne direkt vor einem Teich, die Zuschauer weit weg. Vor der Bühne treiben ein paar Frösche alle möglichen Sachen.

Das Kaffeehaus Blues Duo, sich selbst aus Hausmusiker bezeichnend, eröffnete den Konzertabend mit deutschem Blues und gelegentlichen Bluegrasstupfern - Geige, Resonatorgitarren und 12-saitige Gitarre.

 

 

 

Delta 2 - Musik wie aus dem Mississippi-Delta erklang. Keine technischen Finessen, sondern "Handmade-Music" an akustischen Instrumenten wie Banjo, Kontrabass und National Guitar. Dazu reichlich Gesang im Geiste des alten "Street-Shoutings", als man noch ohne Verstärkung gegen den Straßenlärm ansingen musste.
 Das Publikum verweigerte ausschließlich wegen der Hitze das Tanzen und bewegte nur die Füße.

 

 

 

Bob till you drop - Zuerst wollten sie nicht fest zusagen, dann kamen sie doch. Mit dem auffälligsten Instrument des Abends, keine Gitarre, sondern ein Sousaphon.
Und wie schon im Vorjahr begeisterten sie das Publikum mit ihrem Können und ihrer Show.
Fazit: Wer sie nicht gesehen hat, hat was verpaßt!

 

 

 

Eine Session zum Abschluß - wie auch manchmal in den Vorjahren ein Höhepunkt des Festivals.
Günter Orendi warf sein Sousaphon ab und begab sich ans Schlagzeug, Bassist, Harper und Sänger wurden gesucht und gefunden - ein nicht wiederholbares Erlebnis für Musiker und Zuhörer.

 

 

 

Die Ausstellung

Ausstellung von Resonatorgitarren, Eröffnung durch Bürgermeister, Führung - das hört sich nach einem formellen Akt an.
Ist es auch für die erste Zeit. Doch die Instrumente sind keine Ausstellungssstücke, sondern Eigentum anwesender Musiker. Und so ist gerade die Ausstellung eine Möglichkeit zum zwanglosen musikalischen Austausch ohne Programmzwänge ...

Zwei wunderschöne Gitarren, die unsere Gäste mitbrachten:

Links eine Einzelanfertigung von Manzanita für Bernd, den Eifelslider.

Rechts eine National Lapsteel. Aufgrund des eckigen Halses kann diese Gitarre nur auf den Knien liegend gespielt werden.

Drei Metallresonatorgitarren:
 

Links eine Dobro

In der Mitte eine National Style O

Rechts eine National Tricone Polychrome

Das seltenste Stück der diesjährigen Ausstellung:

Eine National Duolian aus den dreißigern, Original erhalten. Bakelithals. Optisch, vom Spielen und vom Klang der Traum eines jeden Resonateurs.

 

 

 

Die Bilder in der unteren Reihe sind während der Ausstellung entstanden.

Das Samstagabendkonzert

 

 

 

Hier fehlt unbedingt ein Photo!!!!!

Wer eins hat, bitte zusenden!!!!!!!

Das Samstagabendkonzert begann dank einer guten Nachricht früher als angekündigt:
Bereits um 19:30 bestieg der überraschend angereiste Larry O’Moan die Bühne und eröffnete den Abend mit erdigem Blues. Danke für diese nette Überraschung!

 

 

Als nächstes stand Preachin’ these Blues auf dem Programm. Leider war die Hälfte krank und darum nicht angereist. Zum Glück war die andere Hälfte wie die meisten Musiker schon zur Ausstellung angereist und darum wurde ein Konzert vorbereitet, das nie wiederholt werden wird:
- Bernd ‘Eifelslider’ ließ sich zuerst beim Blues von Stefan auf der Harp begleiten,
- dann begleiteten ihn Stefan und Herbert ‘Funk&Wegener’ bei Bluegrass und Hawaiistücken und
- zum Abschluß gab es Hawaii-Gitarre solo und ‘Paris, Texas’ bei dem passenden Wetter.

 

 

 

 

Funk&Wegener brachten wie schon im Vorjahr hervorragende Musik zu Gehör - zwei perfekt eingespielte Gitarren mit dem Sound einer Wand. Lockere Sprüche und der Nachweis, das Ragtime aus Wien kommt. Die beiden haben wie die anderen Musiker ein Quantitaiv besseres Publikum verdient.
Qualitativ war das Publikum spitze. Danke.

 

Warum habe ich eigentlich kein Bild vom Autritt von den beiden alleine? Naja, wenigstens sind sie auf dem Bild direkt über diesem Text ... . Die beiden links und rechts.

 

 

 

 

Balladen mit der rauchigen Stimme von Steve Westaway waren das Markenzeichen vom ‘Trio Blues Plus’.
Steve erhielt diesen Jahr den ‘Goldenen Slide’ der Veranstaltung für den treuesten teilnehmenden Musiker, der nicht aus Sulingen stammt - und das, obwohl er selbst gar nicht slidet.
Aber nicht wegbleiben, obwohl Du ihn wohl kein zweites Mal kriegen wirst.

Zusätzlich wurde diesmal ein Sonderpreis verliehen: Heinz-Günther ‘Franz’ Badinsky erhielt einen Pokal für die hervorragende Technik, die er zum dritten Mal betreute. Ein Tip für alle Veranstalter, die sowas suchen.
Auf dem Bild ist zusätzlich zum ‘Trio Blues Plus’ noch Jens bei seiner Laudatio zu sehen.

 

MudPack bildete den krönenden Abschluß des Festivals. Packender akustischer Blues, tanzbar und sicher.Von dieser Truppe sind noch viele gute Nachrichten zu erwarten.
Traditionell endete das Festival viel später als geplant durch einen sanften Hinweis der Polizei auf die Uhrzeit - sonst wären Musiker und Zuschauer nicht zu stoppen gewesen.

 

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